Sitzungsbericht 2005

Sitzungsbericht 2005
Jubiläum - 5 Jahre „DAT KÖLSCHE HÄTZ“.

Geschrieben von Jens Barthel

Dat Kölsche Hätz – Sitzung 2005 im Theater am Tanzbrunnen Köln.

Zum 5. Mal heißt es am 20. Januar 2005 Bühne frei für „Dat Kölsche Hätz“. Ein kleines Jubiläum, das gefeiert werden will. Im mit roten Hätzen geschmückten Theater am Tanzbrunnen warten über 1000 Gäste auf die Jubiläumssitzung. Beim Eintritt in den Saal stecken die Lilliputs der Cheerleader des 1. FC Köln jedem Gast ein blinkendes kleines rotes Herz an. – Es ist nicht mehr zu übersehen: Hier schlägt das Kölsche Hätz.
Der Elferrat – allesamt in Kölsch-Hätz-T-Shirts - zieht mit Sitzungsleiter Robert Greven durch das bunt kostümierte Publikum auf die Bühne. Doch zur Überraschung des Teams vom Kölschen Hätz schließt sich der Vorstand des Fördervereins für krebskranke Kinder Köln an. Die Vorsitzende, Marlene Merhar, dankt dem Kölschen Hätz für 5 Jahre sagenhaftes Engagement und unermüdlichen Einsatz und überreicht Robert Greven dafür das „Kölsche Hätz in Gold“. Als Geburtstagsgeschenk stimmen im Anschluss ehemals an Krebs erkrankte Pänz aus dem Elternhaus mit Frank Henseler die Hätz-Hymne an. Ein bewegender Moment für alle im Saal.
Die Sitzung wird von Robert Greven mit dem Einzug der EhrenGarde der Stadt Köln eröffnet. Ein Gardetanz mit Hätz bei dem auch die Mitglieder des Teams Kölsch Hätz kräftig mitmachen, begeistert das Publikum. Robert Greven erinnert an die erste Sitzung am 6. Februar 2001 und die fünfjährige Erfolgsgeschichte. „Ohne euch, das Publikum, wäre das nicht möglich gewesen.“ Eine große 5 flammt auf. Staunen im Publikum. Feuerwerk im Saal, das gab’s auch beim „Hätz“ noch nicht. Das Team verbeugt sich. Riesenbeifall. Kölns Oberbürgermeister Fritz Schramma dankt in seinem Grußwort dem Hätz-Team und überreicht Robert Greven, Marlene Merhar und dem Ehrenvorsitzenden des Fördervereins, Ulrich Ropertz, den Orden des Oberbürgermeisters. Den Kölsch-Hätz-Orden nimmt der OB gern entgegen, doch will er dafür an der Kasse seinen Obolus für die gute Sache entrichten.

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„Und dann die Hände zum Himmel“, so begrüßen die Kolibris ihr Publikum im Theater am Tanzbrunnen und alle machen mit. Die Jecken im Saal sind nicht zu halten, klatschen und singen mit zu den Tönen der drei Musiker aus Neuss. Spätestens jetzt wippen die zahlreichen roten Deko-Herzen im Saal im Takt. Den „Sirtaki für Claudia“ tanzen alle – und auch OB Schramma lässt sich nicht zweimal bitten. Die Kolibris verabschieden sich vom kölschen Hätz mit einem dicken Scheck von 500 €, der aus dem Verkauf von 2.500 Kolibri-Hüten stammt. Klasse!
Vor Hässlichkeit schön und in der ihr eigenen typischen Art: jaaaaaanz langsam mit viel Selbstironie bringt „Et Tusneldche“ den Saal immer wieder zum Lachen und Applaudieren. Die erste Rede des Abends ist ein voller Erfolg. Mit dreimol „Dat Kölsche Hätz“ wird sie von Robert Greven verabschiedet.
Der erste Spendenstand wird angesagt: 3.800 € für (den Förderverein) krebskranke Kinder Köln. Weiter so. Und weiter im Programm: Der Mann für alle Fälle, ein echter Porzer, bringt den Saal zum kochen. Guido Cantz wollte eigentlich mal Lehrer werden, gesteht er, natürlich nur aus zwei Gründen: Juli und August. Wie gut dass er sich doch für den Karneval entschieden hat. Für seinen grandiosen Auftritt bekommt er ein gelbes Porz-T-Shirt und eine Jahresration seiner Lieblingsspeise Nutella überreicht.
Einzug für die Kammerkätzchen und Kammerdiener der alten Kölner Karnevalsgesellschaft Schnüsse Tring von 1901 e.V. mit ihrem Kathrinchen-Paar. Die Tanzgruppe begeistert mit ihren wunderschönen Tänzen und der grandiosen akrobatischen Darbietung. Die Einladung der Gruppe zu einem Sommerfest für die kranken Pänz wird mit Standing Ovations honoriert. Robert Greven bedankt sich mit einem „Kölsch Hätz“-Bild bei Bernd Eberding (Vorstand Sparkasse Köln-Bonn) und Dieter Lebiger (Getränkehandel) für ihre Unterstützung. Auch Team-Mitglied Jens Barthel wird damit bedacht. „Wenn man mich den Motor des kölschen Hätz nennt, dann sorgt mein guter Freund Jens Barthel für den Sprit.“, so Robert Greven.

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Bevor es in die Pause geht, noch ein Geschenk des Himmels: Willibert Pauels, der Diaklown - wie er sich selbst manchmal nennt – zieht mit Koffer und Salatschüssel auf die Bühne. Seine humorvollen Geschichten und Witze zu Karneval und Kirche lassen kein Auge mehr trocken. Der Bergische Jung hat die Jecken im Saal auf seiner Seite und so singen alle erst „Großer Gott wir loben Dich“ und im Anschluss „Scheiß ejal“. Dat jitt et nur in Kölle und beim Kölschen Hätz. Der Spendenstand vor der Pause ist schon beeindruckend: 10.200 € !
Parodie op kölsche Art fordert die Lachmuskeln und Stimmbänder des Hätz - Publikums nach der Pause. „Blom un Blömcher“ begeistern mit ihrer Frage nach dem Zaubertrank der Gallier. Und wer nach der Zugabe von Vater Hannes und Sohn Oliver Blum sowie Marcel Scheidt immer noch nicht weiß, ob „der alte Gockelhahn“ noch lebt, der war wohl zu lange in der Pause an der Theke hängen geblieben.
Sie gehören zu Kölle wie der Rhing un der Dom. So empfängt Robert Greven Kölns Kultband No. 1, die Bläck Fööss. Keine und keinen im Saal hält es mehr auf den Stühlen. Rut un Wieß schlägt jetzt Dat Kölsche Hätz. Der Saal verwandelt sich in einen Hätz-Chor, alles singt, schunkelt und klatscht mit. 35 Jahre Fööss in Kölle – zu diesem Jubiläum überreicht Robert Greven den Fööss ihre Geburtstagstorte. Mit „Bye, bye my love“ verabschieden sich die Vollblut-Musiker bis zum nächsten Jahr.
Die Cheerleader des 1. FC Köln betreten unter frenetischem Applaus die Bühne. Die Gewinner des Närrischen Oskar 2004 zeigen mit ihrer perfekten akrobatischen Darbietung, dass sie diesen Titel berechtigt gewannen. Die Stühle im Saal sind mittlerweile zum Sitzen überflüssig: Alle tanzen und feiern in den Reihen dazwischen.

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Kaum ist er angekündigt, tobt der Saal schon wieder. Bernd Stelter bahnt sich seinen Weg auf die Bühne. Ein Feuerwerk an Witz und Gags lässt kaum Zeit zur Erholung für die Lachmuskeln. Der „Werbefachmann“ ist dem Förderverein seit langem tief verbunden. So spendete er seinen Gewinn von 37.500 € in einer Quizsendung im vergangen Jahr für die krebskranken Pänz. Und auch von dieser Veranstaltung verabschiedet er sich wieder mit einer Spende von 300 €. Bernd Stelter ist von der ersten Hätz-Sitzung an dabei und erhält vom Hätz-Team deshalb eine Flasche Wein aus jedem Jahrgang.
Noch mal was fürs Auge bietet der TC Blau-Weiß Windhagen. Die Funken überzeugen mit Bühnenbildern der besonderen Art und Akrobatik auf höchstem Niveau. Einen Sonderapplaus bekommen die Windhagener für die Idee, einen Auftritt bei eBay im Internet versteigert zu haben. Der Erlös, durch weitere Spenden aufgerundet, ergab die Summe von 1111 € für „Dat kölsche Hätz“. Spitze!
Der letzte Spendenzwischenstand von 19.600 € wird bekannt gegeben. Und dann rockt der Saal zusammen mit Brings und ihren Hits. Die Jungs zeigen wieder mal, dass Rockmusik und Kölscher Fastelovend auch beim Kölschen Hätz zusammenpassen wie Kölle und der Dom. Mit Feuerwerksfontänen endet ihr Auftritt und alle sind sich einig: Auch heute Abend ist wieder eine "Superjeile Zick" hier beim Kölschen Hätz.
Erschöpft aber glücklich überreicht Robert Greven den diesjährigen Spendenscheck des „kölschen Hätz“ in Höhe von 66.300 € an Marlene Merhar vom Förderverein für krebskranke Kinder e.V. Köln. Sie bringt nur noch ein danke, danke!! heraus. Die Gesamtsumme stammt aus den bereits im Vorfeld der Veranstaltung gesammelten Gelder und dem Spendenaufkommen am Sitzungstag. Der Dank des „kölschen Hätz“ geht auch an Katja von Berg, von der die Idee und Initiative zur Benefiz-CD „Kölle sings Colonia“ stammt. Dank auch an die Kapelle Mathes Dick und mit Blumenstrauß an die vier fleißigen Spendenengel. Begleitet von Feuerwerk und Konfettiregen stimmt Frank Henseler gemeinsam mit Robert Greven zum Finale noch mal die Kölsche Hätz Hymne an.

Ein Finale so richtig für Dat Kölsche Hätz und die kölsche Seele der Jecken im Saal. Mit mehr Hätz und Jeföhl kann eine Sitzung nicht enden.